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Samstag, 10. Februar 2018

Mamas LIFE - Mamas STYLE: Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Ich gehöre nun ganz offiziell zu den berufstätigen Müttern. Working Mums, wie wir heutzutage genannt werden, haben einiges zu managen. Mindestens ein Kind, mindestens einen Job, den Haushalt, (oft) einen Mann (der manchmal auch als zusätzliches Kind zu werten ist) und vielleicht noch mehr. Alles muss getimt, organisiert und geregelt werden. Vom Aufstehen bis zum Arbeitsbeginn müssen meist schon folgende Aufgaben gemeistert und Abläufe koordiniert werden: Kind(er) wecken (oder von ihnen geweckt werden), Kind(er) wickeln, anziehen oder beim Anziehen helfen, Brotzeitboxen für Kind(er) und oft auch Mann vorbereiten, Kind(ern) beim Zähneputzen über die Schulter schauen und irgendwo dazwischen selbst duschen oder waschen, schminken, frisieren, anziehen und dann halbwegs so aussehen, dass man das Haus verlassen kann. Danach müssen die Kids irgendwie zur Schule oder in die KiTa kommen und man selbst pünktlich bei der Arbeit aufkreuzen. Das Alles zu händeln finde ich persönlich schon hochkomplex und ist zumindest für mich eine ziemliche Herausforderung.

Nach der Arbeit geht es oft ohne Unterbrechung oder Verschnaufpause weiter: Kind(er) von der Betreuung oder Schule abholen, einkaufen, Essen kochen und "nebenbei" Haus oder Wohnung vor der vollkommenen Verwüstung bewahren. Kind(er) baden, Kinderzimmer (mit) aufräumen, irgendwo mal einen Arzttermin reinquetschen und vom Frisör gar nicht erst zu reden! 

Das hört sich für mich wie ein 48h-Tag an. Doch weil auch die Tage von uns Müttern nur 24 Stunden haben, ist eine gute Planung und Vorbereitung die halbe Miete. "Proper preparation prevents poor performance", wie eine gute Freundin gerne zu sagen pfegt. 


Die Woche im Überblick

Für mich als Neuling in der Rolle als berufstätige Mama macht daher auch vorerst ein guter Wochenplan Sinn. Ich mache mir also schon am Wochenende Gedanken, wie die Woche drauf verlaufen wird, wie meine Arbeitszeiten sein werden (als Erzieherin hat man durchaus auch wechselnde Zeiten), wer das Äffchen in die KiTa bringt und wieder abholt. Ob weitere Termine anstehen, die koordiniert werden müssen und bestenfalls sollte der Wocheneinkauf und der Großputz auch direkt mit aufgenommen werden. So ist die Woche gut strukturiert und die Aufgaben verteilt. Jeder kann sich darauf einstellen und entsprechende Vorkehrungen treffen.


Der einzelne Tag

Es macht aber auch Sinn, täglich zu schauen, was kann ich schon vorbereiten, um Zeit zu sparen und Chaos oder schlechte Laune zu vermeiden.


Der Abend davor

Damit es am Morgen nicht zu hektisch wird, lege ich am Vorabend schon Äffchens und meine Klamotten heraus. Wenn sie etwas größer ist und selbst mitentscheiden möchte (das ist zum Glück jetzt noch nicht der Fall), kann sie auch gerne mitaussuchen, damit es nicht zu Wutausbrüchen oder Enttäuschungen kommt. Auch dann macht es Sinn, das schon am Abend vorher zu machen, damit die Diskussionen nicht auch noch morgens geführt werden müssen. Natürlich ist es auch hilfreich, wenn der Partner seine Sachen schon raussucht oder zumindest im Kopf hat, so muss auch er morgens nicht mehr über die Klamottenfrage nachdenken und kann an einer anderen Stelle mit anpacken.

Auch die KiTa- oder Schultasche sollte schon abends gepackt werden, damit morgens keine Hektik ausbricht, wenn das Spielzeug für den Spielzeugtag noch nicht ausgesucht ist oder das Englischbuch unauffindbar ist.


Morgens

Um morgens Zeit und Geschirr zu sparen, gibt es bei uns unter der Woche ein schnelles Frühstück. Toastbrot oder einfach Müsli mit Milch oder Joghurt sind schnell gemacht und man braucht keine Vielzahl an Töpfen, Tellern, Tassen etc. Damit nachmittags nicht direkt das Chaos auf mich wartet, versuche ich das Geschirr GLEICH in die Spülmaschine zu räumen. Wieder eine Arbeit weniger am Nachmittag.


Tagsüber

Arbeitswege nutzen:
Oft kann ich Zeit sparen, wenn ich den Einkauf direkt auf dem Heimweg von der Arbeit erledige (bestenfalls BEVOR das Äffchen von der KiTa abgeholt werden muss). So muss ich nicht hinterher nochmal los. Manchmal mache ich es mir auch noch leichter und lasse den Wocheneinkauf nach Hause liefern. Das bieten inzwischen schon einige Supermarkt-Ketten an. Das Liefernlassen ist nicht übermäßig teuer, dafür, dass alles bis in die Wohnung gebracht wird. Und es spart wahnsinnig viel Zeit. Wenn ich zum Wocheneinkauf losgehen, brauche ich inklusive Einkaufszettel schreiben 1-2 Stunden. So brauche ich nur online alle benötigten Produkte bestellen (das dauert kaum länger als den Einkaufszettel zu schreiben) und fertig. Die Lieferzeit kann man so wählen, dass es passt. Sie liefern sogar zum Teil bis 22 Uhr aus, da müsste jeder ein passendes Zeitfenster für sich finden. Frische Einkäufe hole ich natürlich immer selbst.

Haushalt:
Das Äffchen ist momentan in einem Alter, in dem sie unheimlich gern mithilft und alles machen will, was ich auch tue. Staubsaugen, Wäsche waschen und Geschirrspüler ein- und ausräumen. Wie ich sie mit einbinde, habe ich in einem Gastbeitrag Haushalt mit Kind - geht das überhaupt? auf dem Blog linichri beschrieben.


Abends

Damit das Kinderzimmer nicht irgendwann total im Chaos versinkt, binde ich das Aufräumen ins gemeinsame abendliche Ritual mit dem Äffchen mit ein.

Was nun noch nicht geschafft ist, kann evtl. noch erledigt werden, wenn das Äffchen schläft, z.B. Bloggen ;)!


Aber irgendwann muss auch mal gut sein. Auch wir Mamas brauchen mal eine Pause. Also plant am Besten im Wochenplan auch direkt etwas Zeit für Euch mit ein. Für ein heißes Bad, einen Spaziergang oder ein paar Folgen Eurer Lieblingsserie. Denn wie sollen wir all das meistern, wenn wir nicht ab und zu unsere Kraftreserven auftanken und uns ausruhen können (Tu dir was Gutes).

So, Mädels, frohes Schaffen!


Wie händelt ihr den Arbeits-Familienalltag? Habt ihr auch noch ein paar hilfreiche Tipps auf Lager?   

Kommentare:

  1. wow meine Liebe, dass du nun wieder unter die Berufstätigen gehst und dann auch noch deinen Job als Mama hast! Hut ab!

    aber auch meine Mama hat früher schon immer geprädigt, dass eine gute Vorbereitung die halbe Miete ist!

    hab noch ein schönes Wochenende und dann einen guten Arbeitsstart!

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von www.liebewasist.com

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  2. In dieser Zeit wird sehr viel über dieses Thema diskutiert. Vor vielen Jahren, als ich noch eine junge Mutter war, wurde das alles als selbstverständlich hingenommen. Ich hatte drei Kinder habe drei Berufe gelernt, da ist Planung wirklich alles, aber eben auch etwas normales.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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  3. Ich denke auch, dass eine gut Planung sehr wichtig ist!

    Aber wenn Du richtig planst und vielleicht auch noch etwas Hilfe hast, klappt das sicher super!

    Hab einen schönen Sonntag und einen guten Arbeitsstart!!

    xoxo
    Jacqueline

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  4. Hey,

    ich denke auch das eine gute Planung die halbe Miete ist, denn so kann man vieles vielleicht vorher schon mit einberechnen und es kommen nicht zu viele Überraschungen auf einen zu.

    Lg
    Steffi

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  5. Hallöchen,
    ich finde auch, dass eine gute Planung die halbe Miete ist. Zwar muss ich mich nur um mich kümmern, aber selbst da merke ich. Der Blog, die Arbeit und das Privatleben muss unter einen Hut gebracht werden!

    Liebst Linni
    www.linnisleben.de

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  6. Ich respektiere alle Mütter die das alles so unter einem Hut bekommen. Ich habe keine Kinder und weiß manchmal nicht wie ich meine Zeit timen soll.

    lg Silviu

    www.silviu-reghin.com

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  7. Bei dir klingt das wirklich so, als müsste der Tag (mindestens) 48 Stunden haben :-D Aber so ungefähr sieht es meistens aus und da hilft es, ein bisschen zu planen. So strukturiert wie du, bin ich allerdings nicht. Ich gehe z.B. fast jeden Tag einkaufen - immer das, worauf ich gerade Hunger verspüre oder wonach die Kids verlangen.

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