Seiten

Donnerstag, 7. Dezember 2017

KiTa-Eingewöhnung Abschlussbericht - Teil 1: Die Grundphase

Da sich die KiTa-Eingewöhnung meines Äffchens nach fast 6 Wochen langsam dem Ende zuneigt und sie inzwischen schon seit mehreren Tagen die volle Buchungszeit in der KiTa verbringt, möchte ich heute mit meinem Abschlussbericht zur KiTa-Eingewöhnung anfangen. Die Eingewöhnung wurde ja nach dem "Berliner Eingewöhnungsmodell" durchgeführt. Wer nicht mehr genau weiß, wie dieses aufgebaut ist, kann nochmal in meinem Blogpost KiTa-Eingewöhnung nach dem Berliner Modell - Do's and Dont's für die Eltern nachlesen.

Nur ganz kurz: Die Eingewöhnung ist hier ja in drei Phasen unterteilt, die Grundphase, die Stabilisierungs- und Trennungsphase und die Schlussphase. In jedem Teil meines Abschlussberichtes wird es um eine der Phasen gehen, die das Äffchen durchlaufen hat, also wird es logischerweise 3 Teile geben.

Los geht es natürlich mit der 3-tägigen Grundphase. Hier geht es ja um die Kontaktaufnahme zwischen ErzieherIn und Kind und um erste positive Erfahrungen. In unserem Fall war der Erzieher A. für die Eingewöhnung zuständig, die Erzieherin M. hatte nämlich in den ersten Tagen der Eingewöhnung noch Urlaub. 
 

Tag 1 (01.11.2017): 
Schon einige Tage vorher begann ich damit, dem Äffchen zu erklären, dass es bald ein KiTa-Kind wird und sie dann mit den anderen Kindern spielen könnte. Am ersten Tag konnte sie es dann morgens kaum erwarten, die Wohnung zu verlassen. Zur Feier des Tages brachte der Papa uns noch zur KiTa. Wir sollten am ersten Tag um 9:30 Uhr anfangen. A. machte uns direkt die Tür auf, erklärte uns die Sache mit dem Türcode, zeigte uns Äffchens Garderobenplatz und ging gleich sehr herzlich auf uns zu. Nachdem wir uns ausgezogen hatten, lief das Äffchen direkt freudig los und in den Gruppenraum. Die anderen Kinder waren schon neugierig, denn A. hatte uns im Morgenkreis schon angekündigt. An diesem Tag stand Klettern und Turnen im Gruppenraum an. Dazu wurde ein kleiner Kletter- und Bewegungsparcour aus Holzelementen aufgebaut. Die Kinder durften Hausschuhe und Strümpfe ausziehen (um einen besseren Halt auf den Turngeräten zu haben) und legten los. Das Äffchen war sofort mittendrin. Immer wieder warf sie mir auch einen Blick zu, zur Absicherung, dass alles okay ist. Als sie mich sah und anstrahlte, konnte sie beruhigt weiterklettern. Das ist ja sowieso voll ihr Ding. A. hatte damit voll ins Schwarze getroffen. Ab und zu ging er auf das Äffchen zu, bot ihr Hilfestellung beim Klettern an oder zeigte ihr das ein oder andere Spielzeug. Das Äffchen nahm die Angebote gerne an. Nach einer guten Stunde erklärte A. uns, dass wir für heute Schluss machen. Am ersten Tag soll das Kind mit einem guten Gefühl nach Hause gehen. Je länger wir also bleiben würden, desto größer wäre die Gefahr, dass das Äffchen müde werden könnte und die Stimmung umschlägt. Also machte ich mich um kurz nach 10:30 Uhr mit dem Äffchen auf den Heimweg. Sie wäre gerne noch länger geblieben, aber zu Hause ist sie dann sofort in einen tiefen Mittagsschlaf gefallen.

Tag 2:
Schon an Tag 1 nach dem Mittagsschlaf rief das Äffchen ganz aufgeregt wieder "KiTa, KiTa, KiTa!". Sie war also an Tag 2 auch wieder in freudiger Erwartung und marschierte morgens wieder freudestrahlend in die Gruppe. Da dem Äffchen am Vortag das Klettern so gut gefallen hatte, baute A. auch heute wieder eine Kletterlandschaft auf und das Äffchen war wieder voll in ihrem Element. An diesem Tag ging A. schon etwas mehr auf das Äffchen zu. Weil er merkte, dass sie es zulässt und keine Berührungsängste hat, kitzelte er sie schonmal oder holte sie neben sich, um ein Buch anzuschauen. Sie machte schon richtig Quatsch mit A. und man merkte, dass sie langsam vertrauen zu ihm fasste und ihn in ihr Herzchen schloss. Auch dieser KiTa-Tag wurde nach einer guten Stunde beendet.

Tag 3:
Am dritten Tag ging es genauso toll weiter. Das Äffchen nahm inzwischen schon von selbst Kontakt zu A. auf, sie machten Quatsch, er kitzelte sie und tobte mit ihr und einmal kuschelte sie sogar ihren Kopf an seine Schulter. Wir hatten alle so ein gutes Gefühl, dass wir sogar schon die erste kurze Trennung wagten. Ich musste sowieso mal kurz auf die Toilette. Ich ging also zum ins Spiel vertiefte Äffchen hin, sagte ihr, dass ich kurz auf die Toilette gehen würde, gab ihr ein Küsschen und verschwand aufs Klo. Sie sah mir kurz nach und widmete sich dann wieder ihrem Spiel mit A. Als ich von der Toilette wiederkam guckte ich heimlich durch das Guckloch in der Gruppentüre, welches liebevoll "Bullauge" genannt wird. Ich sah, dass das Äffchen immernoch freudig spielte und wartete noch ein paar Minuten im Vorraum. Nach ca. 10 Minuten Trennung ging ich zurück, denn ich wollte nicht, dass sie mich gleich bei der ersten Trennung doch irgendwann vermissen würde. Sie freute sich, mich wieder zu sehen, spielte dann aber noch einige Minuten weiter, bis wir gingen.

Fazit zur Grundphase:
Das Äffchen hat dank der liebevollen und herzlichen Art von A. unheimlich schnell Vertrauen gefasst und A. als Bezugsperson akzeptiert. Dies zeigte sie durch die von ihr ausgehende Kontaktaufnahme zu A., durch die Bereitschaft zum Spiel und zum Spaß mit ihm und durch die problemlose Trennung an Tag 3.

Nach Tag 3 war erstmal Wochenende. Tag 4 war also ein Montag. Dann sollte nach der gelungenen Grundphase die Stabilisierungs- und Trennungsphase eingeläutet werden. 


Wie diese verlief könnt ihr im zweiten Teil des Abschlussberichts am Donnerstag, den 14.12.2017 hier auf dem Blog nachlesen.

Kommentare:

  1. Schön, dass die Eingwöhnung so problemlos klappt und das Äffchen wohl gerne hingeht!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, ich bin auch froh, dass sie sich so wohl fühlt!

      Löschen
  2. Ein toller Bericht und super zu hören das es super funktioniert.
    Ist ja leider nicht immer der Fall und es hängt wirklich von einigen Faktoren ab. Die Erzieherinnen machen da einen sehr großen Teil aus und natürlich muss man auch als Elternteil bereit für diesen Schritt sein :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, es müssen alle an einem Strang ziehen, damit sich keine Unsicherheiten auf das Kind übertragen.

      Löschen
  3. spannender Bericht - ist sicher nicht ganz einfach so eine Eingewöhnung, für Kind und Eltern!

    ❤ Tina von www.liebewasist.com

    AntwortenLöschen
  4. Guten Abend.
    Freut mich sehr das es bei euch funktioniert. Das freut mich sehr. :)

    Liebste Grüße,
    Sandra.

    AntwortenLöschen