Samstag, 23. September 2017

KiTa-Eingewöhnung - Sachliches Erzieher-Ich vs. Sentimentales Mutterherz - Teil 1


Ab November ist es so weit, die Eingewöhnung in der KiTa geht los, mein Äffchen wird ein Krippenkind. Wie ihr aus dem Post-Titel schon herauslesen könnt, hege ich zu diesem Thema sehr ambivalente Gefühle.

Schon immer habe ich mir gesagt, wenn ich mal ein Kind bekomme, bleibe ich zwei Jahre in Elternzeit, dann gehe ich wieder arbeiten. Ein Jahr war mir persönlich zu wenig und ich bin dankbar, dass wir das so regeln konnten. Drei Jahre waren irgendwie bisher auch noch nie eine Option für mich.

Wer hätte aber auch gedacht, dass diese zwei Jahre sich trotzdem anfühlen würden, wie ein einziger Wimpernschlag? Sie sind so rasant vergangen, dass ich es kaum glauben kann. Meine Elternzeit endet und somit beginnt ein ganz neuer Lebensabschnitt für mich und das Äffchen…

Die Erzieherin in mir freut sich für das Äffchen, ist sich 100 Pro sicher, dass die Eingewöhnung ein Klacks wird und das Äffchen sich in Null Komma Nix in der KiTa wohlfühlen wird. Sie denkt an all die tollen Angebote, die dort auf das Äffchen warten – Malen, Basteln, Singen und Tanzen – und all die vielen Spielkameraden jeden Tag. Manchmal wird es zu Hause nämlich schon ganz schön anstrengend, dem Äffchen etwas zu bieten. Sie liebt Action, bewegt sich gerne, hat gerne Kinder um sich. Wenn man mal einen Tag nichts mit ihr unternehmen kann (wegen Terminen, Erledigungen oder Krankheit) sind wir abends beide nicht ausgelastet und dementsprechend gelaunt. In der KiTa ist hingegen immer was geboten!

Die Erzieherin in mir sagt auch, es ist jetzt sehr wichtig für das Äffchen, unter Kindern zu sein. Das ist sehr förderlich für die Entwicklung ihrer sozialen Kompetenzen, zur Ausbildung ihrer Frustrationstoleranz, um von großen Kindern zu lernen und auf kleine Kinder Rücksicht zu nehmen. Ihr Horizont erweitert sich dadurch und bleibt nicht nur auf die eigenen vier Wände und den Stammspielplatz beschränkt. Die Sprachentwicklung wird dadurch sicherlich auch super angeregt, weil der Anreiz zu sprechen in der KiTa viel höher ist als zu Hause. Dort versteht die Mama das Kind schließlich auch ohne viele Worte. Und das Äffchen hat dort so viel Neues zu entdecken, erforschen und zu experimentieren – neue Spielsachen, Materialien etc.

Mein Erzieher-Ich ist sich also sicher: Das wird super und ist alles kein Problem. Es hat schließlich schon so viele erfolgreiche Eingewöhnungen miterlebt, warum sollte es dann beim Äffchen anders laufen?

Das sentimentale Mutterherz sieht das alles nicht so gelassen und entspannt. Es ist besorgt, wie das Mutterherzen eben so an sich haben…

… Fortsetzung folgt!


Am Samstag, den 30.09. erfahrt ihr, welche Gedanken mein Mutterherz bewegt. Es bleibt also spannend!

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